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Gogen
Yamaguchi wurde am 20. Januar 1909 als 3. Sohn der Yamaguchi-Familie
in Kagoshima/Japan geboren.
Seine erste Begegnung mit der Welt der Kampfkünste
fand schon in frühester Jugend statt. Als Primärschüler
der 2. Schulklasse lernte er in der Jigu-Schule die japanische Fechtkunst
Kendo. Zum Karate kam er durch
Sensei Maruta, der aus Okinawa stammte.
Damals wurde Karate fast ausschließlich
geheim praktiziert,
so daß Yamaguchi tagsüber Kendo und nachts Karate übte.
1929 traf Gogen Yamaguchi
erstmals den Begründer des Goju-Ryu Shihan Chojun
Miyagi, unter welchem er ab 1931 trainierte. Während Gogen zuvor
einen harten Karatestil praktiziert hatte, wurde ihm von
Miyagi die
weichere (innere) Schule des Goju-Ryu nahegebracht.
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Das erste von Gogen Yamaguchi
gegründete Goju-Ryu-Dojo hatte seine Heimat in der Stadtmauer von
Kyoto. Yamaguchi interessierte sich für die Einflüsse
des Zen und des Shintoismus auf die Kampfkünste und bemühte sich,
diese in "sein" japanisches Goju-Ryu mit einzubeziehen.
Während des Japanisch-Mandschurischen
Konflikts geriet Yamaguchi in Gefangenschaft und verbrachte einige Jahre
in der Mandschurei. 1945 geriet er erneut in Kriegsgefangenschaft, diesmal
bei den Russen. Am 18. November 1947 durfte er nach Japan zurückkehren,
wo er im April 1948 mit der Neueröffnung des ersten Dojos nach dem
Krieg einen neuen Anfang machte. Erwurde in Japan der offizielle Nachfolger
Shihan Miyagis, von dem er auch den Namen "Gogen" (das Tor zum Goju-Ryu)
erhalten hatte. Durch seine Behendigkeit und durch seinen Kampfstil,
in dem er die Stellung des Neko-Ashi-Dachi bevorzugt einnahm, erhielt er auch den
Spitznamen "Neko" (Katze). Gogen Yamaguchi starb im Alter von 80 Jahren.
Er hinterließ zahlreiche Erben. Einer der wichtigsten ist sicher Tokio
Funasako, 8.Dan welcher 1967 von Gogen Yamaguchi in die japanische
Nationalmannschaft aufgenommen wurde. 1968 wurde Funasako Sensei dann beauftragt,
Goju-Ryu in Deutschland zu verbreiten.
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